{"id":3295,"date":"2018-11-28T14:12:07","date_gmt":"2018-11-28T13:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berthold-gymnasium.de\/?p=3295"},"modified":"2018-11-28T14:12:07","modified_gmt":"2018-11-28T13:12:07","slug":"wirtschaft-berufs-und-studienorientierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berthold-gymnasium.de\/?p=3295","title":{"rendered":"Wirtschaft \/ Berufs- und Studienorientierung"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Welche Bedeutung hat die Wirtschaft f\u00fcr unser t\u00e4gliches Leben?<\/li>\n<li>K\u00f6nnen Unternehmen auch im Einklang mit der Natur Gewinne erzielen?<\/li>\n<li>Welchen Beruf soll ich sp\u00e4ter ergreifen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dies sind typische Fragen, die im Fach Wirtschaft\/ Berufs- und Studienorientierung (WBS) behandelt werden. WBS soll es den Jugendlichen erm\u00f6glichen, eine zunehmend \u00f6konomisch gepr\u00e4gte Lebenswelt zu verstehen, zu reflektieren und mitzugestalten. Es tr\u00e4gt zur beruflichen Orientierung der Jugendlichen bei. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das BG im Rahmen des Schulcurriculums auf die Leitperspektive \u201eNachhaltige Entwicklung.&#8220;<\/p>\n<p>Im Bildungsplan 2016 sind \u00fcber den Bildungswert des Faches folgende Leitgedanken formuliert:<\/p>\n<p>\u201eDas Grundproblem des Wirtschaftens ist: Wie kann eine effiziente und gleichzeitig gerechte Versorgung trotz begrenzter Ressourcen und daraus resultierender Verwendungskonkurrenzen erreicht werden? Durch die L\u00f6sung dieser Frage kann \u2013 bei unterschiedlichen, bisweilen konfliktreichen Interessenlagen \u2013 ein gutes Zusammenleben erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Ziel der \u00f6konomischen Bildung ist, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu bef\u00e4higen, \u00f6konomisch gepr\u00e4gte Lebenssituationen zu erkennen, zu bew\u00e4ltigen und zu gestalten sowie ihre Interessen in einer sich ver\u00e4ndernden globalisierten Welt selbstbestimmt und selbstbewusst zu vertreten. Dadurch tr\u00e4gt \u00f6konomische Bildung zur St\u00e4rkung der M\u00fcndigkeit der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bei, die auch f\u00fcr ihre berufliche Orientierung im Hinblick auf die Planung und Gestaltung des \u00dcbergangs in Ausbildung, Studium und Beruf eine wichtige Rolle spielt. Sie sollen in die Lage versetzt werden, in \u00f6konomisch gepr\u00e4gten Lebenssituationen gemeinwohlorientiert auch die Interessen anderer zu ber\u00fccksichtigen, den Wert der Zusammenarbeit zu erkennen und zugleich f\u00fcr sich und andere Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Schlie\u00dflich erm\u00f6glicht das Fach\u00a0<em>Wirtschaft \/ Berufs- und Studienorientierung<\/em>\u00a0einen Einblick in die Rahmenbedingungen des Wirtschaftens sowie Zug\u00e4nge zur Arbeits- und Berufswelt, sodass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler deren Bedeutung sowohl erkennen als auch mitgestalten k\u00f6nnen. Dies erfordert die Auseinandersetzung mit \u00fcbergeordneten, zum Teil konkurrierenden gesellschaftlichen Zielsetzungen wie zum Beispiel Solidarit\u00e4t, Nachhaltigkeit, Lebensqualit\u00e4t, Wohlstand, Freiheit.<\/p>\n<p>Das Selbstverst\u00e4ndnis des Faches\u00a0<em>Wirtschaft \/ Berufs- und Studienorientierung<\/em>\u00a0wird in den prozessbezogenen Kompetenzen zugrunde gelegt. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen wirtschaftliche Wirkungszusammenh\u00e4nge und Funktionsweisen analysieren und beurteilen k\u00f6nnen, um daraus Handlungsoptionen abzuleiten. Ihre eigenen F\u00e4higkeiten, Potenziale und Interessen zu erkennen, stellt dabei die Basis f\u00fcr ihre Handlungsoptionen als Berufsw\u00e4hler dar. Ausgangspunkt des Wirtschaftens sind knappe G\u00fcter; bei ihnen \u00fcbersteigen die Bed\u00fcrfnisse der Menschen, die zwar individuell verschieden, aber aggregiert prinzipiell unbeschr\u00e4nkt sind, die M\u00f6glichkeiten der Produktion. Individuell f\u00fchrt das Knappheitsproblem zu Entscheidungs- und Zielkonflikten, gesellschaftlich zu Verteilungskonflikten und nicht selten zu Ungleichheit.<\/p>\n<p>Verschiedene \u00f6konomische Modelle versuchen, den Umgang mit dieser Knappheitsproblematik zu erkl\u00e4ren. Die Theorie der rationalen Entscheidung geht davon aus, dass Akteure auf der Basis ihrer Pr\u00e4ferenzen rational entscheiden, um ihren Nutzen zu maximieren. Dabei beeinflussen Anreize (Belohnungen beziehungsweise Restriktionen) die Kosten-Nutzen-Abw\u00e4gung. Andere Modelle hinterfragen diese Rationalit\u00e4tspr\u00e4misse. Ausgehend von empirischen Studien und Experimenten gehen insbesondere Sozialwissenschaften davon aus, dass sich Menschen und Organisationen auch von sozialen Normen, Gewohnheiten, moralischen Pr\u00e4ferenzen und ihrer Intuition leiten lassen. Diese Erkenntnisse spielen in der \u00d6konomik eine zunehmend gr\u00f6\u00dfere Rolle. Insofern ist es bedeutsam, den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern den Pluralismus von Modellen, aber auch das Verh\u00e4ltnis von Modellen und Wirklichkeit bewusst zu machen.<\/p>\n<p>Der Knappheitsproblematik kann grunds\u00e4tzlich auf verschiedene Weise begegnet werden: Neben der Optimierung von G\u00fcterentstehung sowie \u2011verwendung beziehungsweise \u2011verteilung reduziert auch die Einschr\u00e4nkung des Bedarfs die Knappheit (durch Preissteigerung, Zuteilung oder Verzicht beziehungsweise Schenken) und ver\u00e4ndert damit m\u00f6gliche Verteilungskonflikte. Die Frage, wie man mithilfe eines Ordnungsrahmens (zum Beispiel Regeln, Vertr\u00e4ge, Institutionen, Entscheidungsarchitektur) am besten Einfluss auf die gesellschaftliche Verteilung nehmen kann und inwiefern man dies soll, wird wirtschafts- und gesellschaftspolitisch kontrovers diskutiert.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich zeigt sich der Bildungswert des Faches im Erkennen \u00f6konomischer Situationen, dem Beurteilen \u00f6konomischen Handelns sowie in der Erkenntnis, dass es dabei Alternativen gibt \u2013 auch im Hinblick auf die Berufs- und Studienorientierung. Deshalb sollen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bef\u00e4higt werden, als m\u00fcndige Wirtschaftsb\u00fcrger ihr t\u00e4gliches wirtschaftliches Handeln zu hinterfragen und sich bewusst zu sein, dass sie auf die System- und Ordnungsbedingungen auch politisch Einfluss nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im \u00dcbergang von der Schule zum Arbeits- und Berufsleben ergeben sich f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten, die ihnen richtungsweisende Entscheidungen abverlangen. Dabei kommt bei der Unterst\u00fctzung und Vorbereitung von tragf\u00e4higen, ihren Kompetenzen und Entwicklungen entsprechenden Entscheidungen f\u00fcr kommende Berufswege sowie f\u00fcr lebenslanges Lernen dem Fach\u00a0<em>Wirtschaft \/ Berufs- und Studienorientierung<\/em>\u00a0eine besondere Funktion zu. Eine zentrale Aufgabe der Berufs- und Studienorientierung ist es, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler als zuk\u00fcnftige Berufsw\u00e4hler in die Lage zu versetzen, die Angebote der Arbeitswelt zu analysieren und mit ihren Interessen und F\u00e4higkeiten zu vergleichen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Bedeutung hat die Wirtschaft f\u00fcr unser t\u00e4gliches Leben?<br \/>\nK\u00f6nnen Unternehmen auch im Einklang mit der Natur Gewinne erzielen?<br \/>\nWelchen Beruf soll ich sp\u00e4ter ergreifen?<\/p>\n<p>Dies sind typische Fragen, die im Fach Wirtschaft\/ Berufs- und Studienorientierung (WBS) behandelt werden. WBS soll es den Jugendlichen erm\u00f6glichen, eine zunehmend \u00f6konomisch gepr\u00e4gte Lebenswelt zu verstehen, zu reflektieren und mitzugestalten. Es tr\u00e4gt zur beruflichen Orientierung der Jugendlichen bei. 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